Newsticker +++ Instagram als Nachrichtenquelle +++ Snapchat Ad-Formate +++ Apple Datenschutz-Features +++ Q2-Zahlen: Twitter & Pinterest +++ WhatsApp gegen Fake-News +++

Instagram: Nachrichtenquelle für klassische Medien

Instagram dient nicht nur jungen Menschen als Nachrichtenquelle, sondern vermehrt auch deutschen Newsportalen. Das zeigt die Auswertung einer Mediaagentur, die über zwei Wochen lang die redaktionellen Beiträge der zehn reichweitenstärksten Informationsportale in Deutschland analysierte. Zusammengenommen zitierten sie 464 Instagram-Quellen – zumeist in der Rubrik Unterhaltung. Das entspricht durchschnittlich 33 Beiträgen pro Tag, die sich aus Instagram-Posts speisten. Ganz vorne mit dabei Stern.de mit rund 94 verarbeiteten Instagram-News, gefolgt von t-online.de und bild.de, mit rund 76 Artikeln. Für Promis á la Klum eine angenehme Entwicklung, um mit inszenierten Aufnahmen bewusst Nachrichten zu streuen. Für Medien hingegen gilt es zu prüfen, ob sie ihrer Funktion als Gatekeeper nachkommen: Setzen sie selbstbestimmt Themen oder werden prominent gesetzte Themen wahllos übernommen?

Auszug einer Studie der Medienagentur Jeschenko

Quelle: jeschenko.de

Snapchat überzeugt User mit Ad-Formaten

Bereits zu Jahresbeginn startete Snapchat mit eigenem Gaming-Angebot und entwickelte passend dazu 6-sekündige Video-Ads, die in einzelne Spiele integriert wurden. Anders als bei gewöhnlichen Video-Ads, wie etwa bei YouTube, lassen sich die 6-Sekünder nicht skippen. Stattdessen belohnt Snapchat die Spieler fürs Zuschauen mit speziellen Gaming-Extras in Form von Punkten etc. Das Experiment hat sich ausgezahlt, allein im zweiten Quartal von 2019 konnte Snapchat seinen Umsatz damit um knapp 46% im Vergleich zum Vorjahr steigern. Ob das Ad-Format mit Belohnungsmechanik langfristig auf Akzeptanz stößt oder Snapchat doch noch auf Käufer innerhalb der App umsattelt, verrät der Blick auf kommende User-und Ertragszahlen.

Bildschirmfoto 2019-08-13 um 17.32.22

Quelle: snapchat.com

Apples neue Datenschutz-Features

Die neue Version von Apples mobilem Betriebsystem, iOS 13, bringt ab Herbst viele neue Features, die die Privatsphäre der Nutzer schützen sollen. Eine neue Log-In-Funktion bietet Nutzern die Möglichkeit, sich bei diversen Diensten mit von Apple generierten E-Mail-Adressen einzuloggen und so die eigene E-Mail-Adresse vor Spam und Hackern zu schützen. Nicht ganz uneigennützig, denn so bindet Apple die Nutzer an ihren Service. Eine weitere Neuerung dürfte besonders für Facebook viel Arbeit bedeuten: Der Datenzugriff  für externe Messenger soll eingeschränkt werden. Über die Schnittstelle Voice over IP, welche registriert ob Nachrichten oder Anrufe eingehen, war es bisher möglich auch andere Daten zu sammeln oder zu versenden. Um dies in Zukunft zu verhindern, müssen Apps wie der Facebook Messenger oder WhatsApp bis Frühling 2020 an die neuen Vorgaben angepasst werden.

Bild von Apples Messe WWDC.

Quelle: stern.de

Twitter & Pinterest: Zahlen Q2 2019

Die Nutzerzahlen auf Twitter steigen – dies belegt die kürzlich veröffentlichte Twitter Statistik für das zweite Quartal 2019. 139 Mio. täglich aktive Nutzer hat das Soziale Netzwerk inzwischen und hat damit im Vergleich zum Vorjahr 14% Zuwachs zu verzeichnen. Auch bei Twitter geht der Trend in Richtung Video. Über die Hälfte der Anzeigenumsätze wurden mit Videoanzeigen generiert. Eines der beliebtesten Anzeigenformate sind In-Stream Pre-Roll Anzeigen, kurze Videos, die vor dem eigentlichen Video-Posting abgespielt werden. Pinterest kann ebenfalls ein Nutzerwachstum vorweisen. Über 300 Mio. Menschen weltweit nutzen das Netzwerk im zweiten Quartal von 2019. Das ist ein Wachstum von 30% im Vergleich zum Vorjahr. Auch auf Pinterest haben sich Anzeigenformate inzwischen fest etabliert. Im zweiten Quartal diesen Jahres wurden 261 Mio. Dollar durch Anzeigen eingenommen. Rollouts für weitere Länder stehen bevor und versprechen größere Umsätze in den kommenden Monaten.

Auszug aus einer Statistik über Twitter aus dem Q2 2019.

Quelle: twitter.com

WhatsApp Update gegen Fake-News

Ein weiterer, kleiner Schritt gegen die Verbreitung von Gerüchten: Werden Nachrichten auf WhatsApp mehr als fünf Mal weitergeleitet, erhalten sie in Zukunft eine entsprechende Kennzeichnung. Zu sehen sind dann zwei Pfeile anstatt eines Einzelnen. Gruppen-Admins können dann einstellen, ob „oft weitergeleitete“ Nachrichten in ihrem Forum erlaubt sind. Bereits seit März konnten User unter den detaillierten Informationen einer Nachricht sehen, wie oft diese bereits weitergeleitet wurde.

Frau mit Handy vor dem Mund, auf den das WhatsApp-Logo zu sehen ist.

Quelle: unsplash.com / Rachit Tank

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