Newsticker +++ KI im Badezimmer +++ FB: Nutzerzahlen sinken +++ YouTube reduziert Werbemöglichkeiten +++ Twitter-Replies +++

Vor einer Woche fand in Las Vegas die CES 2020 statt. Neben altbekannten überdimensionalen Fernsehern und Elektroautos wurde nicht viel Neues vorgestellt. Eine interessante Sache ist uns jedoch ins Auge gesprungen:

Künstliche Intelligenz im Badezimmer

L’Oréal stellte „Perso“ vor, ein auf KI basierendes Haushaltsgerät, das personalisierte Hautpflege und dekorative Kosmetik auf Knopfdruck in den eigenen vier Wänden mit Hilfe einer auswechselbaren Kartusche herstellt und permanent optimiert. Und das funktioniert so: Über die „Perso“ App macht man ein Foto der Haut. Der allgemeine Hautzustand des Nutzers wird nach Falten, feinen Linien, dunklen Flecken und Sichtbarkeit der Poren analysiert. Anhand von Geodaten erfasst das Gerät die lokalen Umweltbedingungen wie Wetter, Temperatur, Pollenflug, UV-Index und Luftverschmutzung und ermittelt den Einfluss auf die Haut. Im Anschluss gibt der Nutzer seine persönlichen Produktpräferenzen in die „Perso“ App ein, wie etwa Textur oder bevorzugter Feuchtigkeitsgehalt. Anhand dieser Daten wird die persönliche Rezeptur für eine besonders wirksame Hautpflege ermittelt. Der kleine Helfer soll ab 2021 erhältlich sein.

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Quelle: mediaroom.loreal.com

Schrumpfender Netzwerkriese: Facebooks Nutzerzahlen sind rückläufig

Was viele geahnt haben, ist nun auch statistisch belegt: Facebooks Nutzerzahlen sind auf dem Rücklauf. In den Vereinigten Staaten sank der Anteil aktiver User an der Gesamtbevölkerung von 67% in 2017 auf 61% in 2019. Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Edison Research ist den Ursachen auf den Grund gegangen. Die Studie, deren Daten sich aus Telefonbefragungen, Onlineerhebungen und In-Depth-Interviews speisen, ermöglichen ein vergleichsweise differenziertes Bild. Ein wichtiger Grund, weshalb User zwischen 13 und 34 Jahren Facebook den Rücken zukehren, liegt etwa in den innovativeren Angeboten der Konkurrenz. Ein nicht geringer Anteil von ihnen findet es zudem unangenehm bis peinlich, mit nahen Verwandten auf derselben Plattform angemeldet zu sein. User ab 35 Jahren hingegen werden eher von der Negativität abgeschreckt, die sich in ihren Feeds zunehmend breiter macht. Dabei werden Rants oder zu persönliche Postings als noch unangenehmer empfunden, wenn sie von näheren Kontakten stammen.

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Quelle: digitalinformationworld.com

YouTube Killed the Video Star? Plattform reduziert Werbemöglichkeiten für Kinder Content

YouTube is changing. Again! Ab sofort gibt es für Videos, deren Zielpublikum unter 13 Jahre alt ist, keine Möglichkeit mehr, personalisierte Werbung zu schalten. Dass es so weit kommen würde, war nur eine Frage der Zeit. Die Videoplattform reagiert mit der Beschränkung auf die strikten Regularien der amerikanischen Verbraucherschutzbehörde. Erst im September letzten Jahres musste Mutterkonzern Google 170 Millionen US-Dollar an die Behörde zahlen, weil diese die Privatsphäre von Kindern missachtet sah. Spätestens da war vielen Content Creatorn klar, dass einschneidende Änderungen auf sie warten würden. COPPA, so das Kürzel für den “Children’s Online Privacy Protection Act”, der die Lawine ins Rollen brachte, ist zum Synonym für drastisch sinkende Ad Revenues geworden. Denn wenn ein Video als Inhalt für Kinder gekennzeichnet wird, wird Werbung auf Basis von Standortinformationen oder persönlichen Interessen für sämtliche Nutzer blockiert. Egal, ob es sich bei den Zuschauern tatsächlich um Kinder handelt oder Erwachsene. Heikel sind zudem Formate, die sich keinem eindeutigen Publikum zuordnen lassen. Gerade Let’s Plays, Unboxing- sowie Infotainment-Kanäle werden Probleme haben, ihren Content passend zu labeln. Auch weil die Richtlinien, die COPPA vorgibt, weit gefasst sind und teilweise abstrakt bleiben.

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Quelle: t3n.de

Eingeschränkte Replies auf Twitter

Ist die Meinungsfreiheit ein schützenswertes Gut? Absolut! Heißt das, dass sich alle in jedes Gespräch einmischen müssen? Nein. Twitter schränkt zukünftig die Replies ein, damit User mehr Kontrolle über die Diskussionen zu ihren Tweets haben. Bislang konnten sich alle User frei unter jedem Beitrag beteiligen, egal ob sie darum gebeten wurden oder nicht. Vier Einstellungen soll es geben: Global (wie gewohnt offen für alle), in einer Gruppe (Nutzer, die sich gegenseitig folgen, dürfen kommentieren) oder mit einem Panel (kommentieren dürfen nur diejenigen, die mit einem Mention erwähnt wurden). Außerdem kann ein Tweet nun auch als reines Statement ohne Kommentarmöglichkeit abgesetzt werden. Die Funktion soll noch dieses Jahr eingeführt werden.

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Quelle: twitter.com

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