Newsticker +++ Instagram ohne Likes +++ Facebok Pay +++ Chrome testet Kennzeichnung langsamer Websites +++ Singles Day rekorde auf Alibaba +++ Politische Inhalte auf Twitter +++ Influencer Studie +++

Instagram lässt die Like-Zahlen verschwinden

Die Likes unter den Instagram-Postings verschwinden. Der Test startete bereits im April unter anderem in Kanada, Australien und Japan – inzwischen ist er auch bei uns angekommen. Auch wenn die kleinen Herzchen weiterhin geklickt werden können, wird die Anzahl der Likes nur noch für die eigenen Inhalte sichtbar sein, nicht aber für die Bilder und Videos anderer.

Was bedeutet das für…

User und Influencer:

Weniger Druck. Die Erstellung der Inhalte zielt nicht mehr vordergründig darauf ab, besonders viele Likes zu sammeln.

Marken und Online-Marketer:

Durch das vermehrte Aufkommen von Bots und gekauften Likes und Followern, hat der KPI “Like” in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren. Dennoch war er häufig noch wichtiges Kriterium für die Beurteilung von Kampagnen. Aus Markensicht ist die Reichweite aber oft deutlich relevanter und auch KPIs wie Conversions und Interaktionen durch Kommentare können weiterhin genutzt werden. Kommentare sind durch ihren Aufwand oft aussagekräftiger als der kurze Klick aufs Bild oder Video.

Unser Kontakt aus Australien konnte das verschwinden der Likes schon vor einigen Monaten beobachten und bestätigt: Auf die Reichweite der Postings haben die verborgenen Likes keinerlei Einfluss.

Marken sollten den Fokus auf die Authentizität der Influencer, den richtigen Brand Fit und qualitativ hochwertigen Content legen.

Den Content: 

Zum einen können wir uns wieder häufiger an qualitätvollen Inhalten erfreuen, zum anderen wird der Fokus vermehrt auf den Stories liegen. Diese kommen ohnehin ohne Likes aus und haben den Feed schon seit längerem in den Hintergrund gedrängt.

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Quelle: wuv.de

Bezahlen mit Facebook Pay

Die Facebook-App, der Messenger, Instagram und WhatsApp sollen ein eigenes Bezahlsystem bekommen. Facebook Pay wird zunächst in den USA ausgerollt, weitere Märkte folgen. Auf Instagram oder Facebook Shoppen, Freunden auf WhatsApp Geld senden oder gemeinnützige Projekte unterstützen – all dies wird dann direkt in den Apps möglich sein. Dafür können Nutzer ihre Bezahldaten für Kreditkarte, Debitkarte oder PayPal hinterlegen. Facebook verspricht hohe Sicherheitsstandards für die Daten und möchte diese separat vom Nutzerprofil speichern. Wir sind gespannt, ob Facebook Pay besser ankommt als Facebooks Kryptowährung Libra, die bisher eher auf Ablehnung stößt.

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Quelle: about.fb.com

Chrome testet die Kennzeichnung von langsamen Webseiten

Waren lange Ladezeiten von Webseiten in den frühen 2000ern fast ein Erlebnis für die ganze Familie, erzeugen sie heutzutage in der Welt der “mobile only” Nutzer vor allem eines: Frust. Weltweit nutzen etwas mehr als 70 Prozent der Internetnutzer Chrome. Niemand möchte kostbare Zeit an sich dahin schleppenden Webservice verschwenden. Das Entwicklerteam von Googles Browser Chrome hat angekündigt, zukünftig Webseiten zu kennzeichnen, falls diese besonders langsam, oder eben auch schnell laden. Wie diese Kennzeichnung aussehen soll, hat das Google-Team in ihrem Blogartikel noch nicht konkretisiert. Man wolle in der Tat behutsam vorgehen und verschiedene Alternativen testen. So könnten auch die Zugangsparameter des Nutzers (Gerät, mobiler Datentarif) eine Rolle spielen. Schlussendlich ginge es um das bestmögliche Nutzererlebnis.

Mit ihren Online-Tutorials bietet Google Betreibern und Designern bereits Möglichkeiten, die Performance betreuter Webseiten zu optimieren. Die kommende Kennzeichnung dürfte den Druck auf Anbieter nun erhöhen.

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Quelle: blog.chromium.org

Verkaufsrekorde zum Singles Day von Alibaba

Der Singles Day von Alibaba sorgte vor Kurzem für Umsatzrekorde. Mit rund 500.000 Online-Bestellungen pro Sekunde und dem Verkauf von Waren im Wert von umgerechnet 34,71 Milliarden Euro, stellte der 24-stündige Shopping-Marathon des Onlinehändlers gleich mehrere Verkaufsrekorde auf.

Zahlreiche Neukunden konnten mit Hilfe von Online-Verkaufsshows und bekannten Gesichtern gewonnen werden. So präsentierte zum Beispiel Kim Kardashian ihre neue Kosmetiklinie in einer der Online-Live-Shows von Viya. Außerdem trat US-Sängerin Taylor Swift auf der jährlich stattfindenden TV-Gala zur Eröffnung des Sinlge Days mit ihren Songs auf.

Der Singles Day ließ, mit seinen zahlreichen Angeboten und einem Umsatzplus von etwa 40% gegenüber dem Vorjahr, Tage wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“ weit hinter sich.

Quelle: handelsblatt.com / Bloomberg

Follow Up: Verbot von politischen Inhalten auf Twitter

Twitter verbietet politische Werbung (wir berichteten im PANORAMABLICK #79 vom 5. November 2019) und hat diese nun genau definiert: Als politische Inhalte gelten demnach alle Inhalte, die sich auf einen Kandidaten, eine politische Partei, einen Regierungsbeamten, eine Wahl, ein Referendum, Wahl-Maßnahmen, Gesetzgebungen, Richtlinien oder Gerichtsbeschlüsse beziehen. Anzeigen die auf solche politischen Inhalte verweisen und beispielsweise zur Stimmabgabe oder finanziellen Unterstützung aufrufen, sind auf Twitter nun verboten.

Influencer-Studie

Die Friedrich Ebert Stiftung hat eine interessante Studie zum Thema “Influencer als digitale Meinungsführer veröffentlicht”. Die Lektüre lohnt sich.

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Wir wurden vom Content Team des Multisource Reporting Tool Whatagraph als eine der besten Digitalagenturen Berlins genannt, vielen Dank dafür!

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