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WhatsApp Pay

WhatsApp startet offiziell mit dem globalen Rollout des Bezahldiensts WhatsApp Pay. In Brasilien ist die Funktion bereits verfügbar. Für einen sicheren Geldtransfer muss der Chat nicht verlassen werden, Facebook stellt über die hauseigenen Apps flächendeckende Zahlungsinfrastruktur zur Verfügung. Für 10 Millionen Micro- und Kleinunternehmen in Brasilien ein Vorteil, denn ein Großteil hat keinen Zugang zu klassischen Bankkonten. Facebook hofft, so den Weg für die digitale Wirtschaft in Schwellenländern zu ebnen und diejenigen ohne Konto zu erreichen. Ob und wann der Service bei uns genutzt werden kann, ist noch nicht klar. Das Potential ist in Schwellenländern ist sicher größer, daher ist unsere Prognose, dass Facebook erst einmal in diesen Ländern Erfahrungen sammeln will.

Smartphone-Display mit WhatsApp Pay

Quelle: thomashutter.com

Instagram-Shopping für Creators

Ab Donnerstag können noch mehr Unternehmen, aber vor allem Creators ihre Produkte auf der Plattform anbieten. Egal ob lokale Kerzenhersteller*inne, Musiker*innen oder Food-Blogger*innen – mit bereits einem berechtigten Produkt können nach der offiziellen Genehmigung Shopping-Tags gesetzt werden, die Nutzer auf die entsprechende Website weiterleiten. Von der Funktion verspricht sich Instagram mehr Transparenz und Vertrauen zwischen Käufer*innen und Verkäufer*innen.

Screenshot mit Infos über Instagram Shopping

Quelle: business.instagram.com

Facebooks neues Seitendesign aktuell ohne korrektes Impressum

Unser aller Lieblingsanwalt für Fragen rund ums Digitale, Thomas Schwenke, macht darauf aufmerksam, dass beim neuen Facebook-Seitendesign das Impressum nach Vorgaben des deutschen Rechts noch fehlt. Konkret gibt es weder ein Feld, noch eine korrekte Darstellung im Freifeld. Damit besteht die Gefahr gegen die Impressumspflicht zu verstoßen, also Obacht und Abmahngefahr! Thomas Schwenke wäre nicht der, für den wir ihn halten, wenn er nicht auch einen Umweg für euch bereit hält. Wir zitieren aus seinem Beitrag bei den Kollegen von AllFacebook:

  • Sprechender Link im Impressumsauszug: Nach Ansicht [Schwenkes] ist ein sprechender Link hinreichend sicher (d. h. eine Abmahnung wäre eine große Ausnahme).
  • Sprechender Link als Link zur Website: Wenn Sie das Risiko noch weiter senken (bzw. ganz ausschließen) möchten, dann sollten Sie den sprechenden Link statt der Webseitenadresse angeben.
  • Fixierter Beitrag: Ebenfalls noch weiter senken, bzw. ausschließen, können Sie das Risiko, wenn Sie das Impressum (bzw. den Link zu diesem) als Beitrag posten und oben in Ihrem Feed fixieren.
Screenshot von eine Facebook-Seite

Quelle: allfacebook.de

Pinterest testet sogenannte Story Pins

Story-Formate sind fast über alle Sozialen Netzwerke hinweg zu finden. Auch Pinterest hat im vergangenen Jahr das beliebte Format getestet und ist jetzt mit einer überarbeiteten Version für einen neuen Test zurück. Seit April probiert eine ausgewählte Gruppe von US Creators die Stories aus. Im Gegensatz zu anderen Plattformen sollen diese keine Schnipsel aus dem eigenen Leben zeigen, sondern Inspiration für kreative Projekte bieten und den Austausch von Ideen begünstigen. Story Pins bieten eine Mischung aus den kurzlebigen Pins anderer Plattformen und längeren Blog-Beiträgen. Während der Corona-Lockdowns wurden besonders Themen rund ums Kochen, Bastelprojekte, Spielideen für Kinder oder Tipps zum Organisieren des Home Office gesucht. Die Story Pins sollen Pinterest-Nutzer*innen mit genau diesen Inhalten versorgen. Die neue Version kommt mit kreativen Bearbeitungs- und Veröffentlichungsfunktionen wie Themen-Tagging, Farbanpassungen und Möglichkeiten für Projekt-Anleitungen. Pinner können die Stories dann ihren Boards hinzufügen.

Screenshot von einem Story Pin

Quelle: techcrunch.com

Zeig mir mehr von dem, was ich will oder in Zukunft wollen werde! – keen-Launch

Nischig ist das neue mainstream, deshalb boomen Plattformen wie Pinterest. Statt dem ewigen Einheitsbrei stoßen die User*innen hier schließlich auf neuen, frischen Content, tauschen sich untereinander aus und geben einander Tipps. Ähnlich „unique” möchte nun die neue Plattform aus Googles Innovationsschmiede Area 120 daherkommen. keen heißt das Ding und lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Pinterest-Pinnwand und Google Alerts vorstellen. Durch selbst gewählte Keywords und maschinelles Lernen sollen die Nutzer*innen binnen kürzester Zeit auf ein dichtes Netzwerk an wachsenden Querverweisen zu Blogbeiträgen, Videos, Artikeln etc. zurückgreifen können. Und so mehr von dem bekommen, was sie interessiert oder – hier greift die proaktive Komponente des adaptiven Machine Learnings – noch darüber hinaus interessieren könnte. Die Meinungen sind bisher verhalten, auch weil Area 120 bisher wahrlich nicht nur Hits geliefert hat. Andere Stimmen sagen, dass gerade der technische Ansatz vielversprechend in Hinblick auf das Wachstum von Traffic und Reichweite ist. Wir sind gespannt!

Übersicht über die neue Plattform keen

Quelle: googlewatchblog.com

In eigener Sache

Für den Naturschutzbund Deutschland e.V. haben wir den Insektenbestimmungsschlüssel konzipiert und erstellt. Ein Quiz mit vielen tollen Bildern erlaubt es, ein unbekanntes Insekt durch das Beantworten von mehreren Fragen auf Ordnungsebene bestimmen zu können. Klickt euch mal durch und lernt, was so um euch herum schwirrt. Hier lest ihr mehr zu dem Projekt.

Screenshot aus dem Insektenbestimmungsschlüssel vom NABU

Quelle: insektentrainer.nabu.de